Geheimnisvolles und gespenstisches Prag am eigenen Leib

Altes Prag ist voll von magischen Orten. Dengelgeister, kopflose Ritter, Toten, Riesen und andere Ungeziefer irren durch die Prager Straßen umher und es hängt nur von Ihrer Vorsicht ab, damit Sie sie Auge in Auge nicht treffen. Oder sehnen Sie sich nach diesem Treffen? Dann nehmen Sie unsere Einladung zu den geheimnisvollen, gespenstischen Prager Lokalitäten an, die Ihrer Aufmerksamkeit nicht entgehen sollen.

Vielleicht das bekannteste mythische Geschöpf unserer Metropole ist Golem. Er verdankt das viel dem populären Märchenfilm „Císařův pekař – Pekařův císař“ mit Jan Werich in der Hauptrolle. Darin hat sich auch die gegenwärtige Vorstellung des Golems Aussehens von Golem gebildet.

Die Legende über Homunkulus ist zwar viel älter, aber in allgemeineres Bewusstsein ist sie erst während des 18. Jahrhunderts geraten, als es zu deren Verbindung mit der Person des berühmten Rabbiners Jehuda Löw ben Becalel gekommen ist. Er soll den Prager Golem schaffen, beleben und schließlich auch auf den Boden der Altneuen Synagoge legen, wo er bis heute liegt. Wenn Sie also während des Aufenthalts daran vorbeigehen, erinnern Sie sich an ihn.

Das Haus, wo Sie sich mit dem Teufel verbünden

Bei den Streifzügen auf dem Karlsplatz bemerken Sie das Mladota Palais. Es handelt sich um sog. Faust Haus. Auch wenn dort der wirkliche Arzt Faust nie gewohnt hat, gibt es eine ganze Reihe Beweise für die Verbindung des Baus mit der eigenen Hölle!

Hier hat der berühmte Alchemist von Rudolf II, teuflische Edward Kelly gewohnt. Hier hat auch der Astrologe Jakub Krucínek gewohnt, dessen jüngerer Sohn den älteren Bruder wegen des Streites um den entdeckten Schatz ermordet. Das Haus ist mehrmals niedergebrannt, es hat auch amerikanische Bombe am Ende des zweiten Weltkrieges getroffen und im Dach wurde ein so breites Loch gefunden, dass darin ein Erwachsener (oder Teufel) hineingeht.

Vom Objekt soll eine geheime unterirdische Strecke zum Neustädter Rathaus führen, darin soll sich ein sagenhaftes Brünnlein befinden, Sie entdecken hier eingemauerte Kinderschuhe und Katzenskelette... Brr, es überläuft man eiskalt.

Geheimnisvolle Gassen und Winkel

Es gibt jedoch Orte, die Sie im Rahmen der Unterkunft in Prag am eigenen Leib erleben. Ein davon ist eine enge Gasse ohne den Namen in der Nähe von der Karlsbrücke, unweit der Straße Cihelná und der Mündung von Čertovka in die Moldau. Sie können Sie wann immer durchgehen, Sie werden sich darin direkt grauenhaft fühlen und dabei droht Ihnen keine Gefahr – wenn Sie also die Breite nur von 70 cm und hohe Hauswände überall ringsum nicht stören. Die Bewegung der Fußgänger regelt hier sogar eine Verkehrsampel!

Schlimmere Momente drohen in der Goldenen Gasse, die die Straßen Husova und Liliová in der Altstadt verbinden. Nachts wird es nämlich zugeschlossen, also Vorsicht, dass Sie darin nicht eingesperrt bleiben. Sie sollen auch den Vyšehrad nicht auslassen. Auf hiesigem Friedhof liegen viele bedeutende Söhne und Töchter der tschechischen Nation begraben, aber Sie können sich auch die Orte ansehen, woher sich den alten tschechischen Legenden nach das Pferd Šemík mit seinem Horymír nach unten gestürzt hat.

Die Prager „Hnuselaci“ und andere Geheimnisse

Und solche Orte entdeckt man beim Spaziergang vom Hotel in Prag eine Unzahl. Wir bieten mindestens telegrafisch die Aufzählung der Interessantesten (und mehr davon sagen wir uns vielleicht irgendwann in Zukunft):

 

 

  • Schicksalskreise im Garten Na Baště bei der Prager Burg
  • Der täglich nach der Dämmerung in der Gegend um Karolinum bettelnde Knochenmann
  • Geheimnisvolle Teufelssäule bei Vyšehrad
  • Kosmischer Prager Brennpunkt in Form der Statue des Bruncvíks
  • Zwerggeist im Palais der Familie Porges von Portheim
  • Fleischer mit feuriger Axt, der um die Kirche des Hl. Jakubs herum tobt